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Jinzha's Guide for Restoration Shamans in Vanilla Raids

  • Moin Moin,


    ich habe im Laufe meiner Raidzeit viel Erfahrung bei den Gilden Battle Royal, Who Cares und Overtuned (hier auch als Klassenleiter) gesammelt.

    Diese Erfahrung habe ich in einem Guide für Heal-Schamanen in Raids (vorallem in Naxx) zusammengefasst.

    Es soll sich hierbei um eine Art Enzyklopädie handeln, in der alle wichtigen Informationen zum Healschamanen zusammengefasst sind.


    Der Guide ist auf Englisch und enthält:
    -Definitionen und Erklärungen zu Grundbegriffen (z.B. Tankheal, Downranken, Twisten).
    -Erklärung zum Healen selbst.
    -Erklärungen zu Totems und Totemwahl (z.B. Totems droppen vs Totems placen).
    -Erklärung zur Itemwahl.
    -BIS Listen und mögliche Itemsets für Sapphiron.
    -Genaue Bosstaktiken für Naxxramas Bosse.
    -Formeln zu Berechnungen für Interessierte.


    Der Guide ist sehr lang und nichts um ihn mal eben durchzulesen.
    Ich denke aber da steht für viele Schamanen Interessantes drin.
    Wer sich irgendwelche bestimmten Fragen stellt wird da bestimmt fündig.


    Kritik jeder Art ist gerne gesehen. Egal ob Rechtschreibung, Rechenfehler, Formatierungsfehler oder logische Fehler.


    MfG Jinzha

  • Ich hab da noch eine inhaltliche Fragezur Heilung vom Schamanen. Auf Seite. 5 hast du hps als partielle Ableitung der Heilung über die Zeit definiert. Diese ist bei dir dann gleich der Durchschnittsheilung. Gilt das nicht nur dann, wenn du sehr linear am heilen bist?

    Das kommt daher, dass nur eine Heilung für den Endwert der Castzeit ausgegeben wird. Es ist ja nicht so, dass der Spieler für jede millisekunde des Casts bereits die Heilung erhält, sondern nach Ablauf der Castzeit bekommt er die Gesamtheilung des casts. Deswegen sind Zeitableitung und Mittelwert gleichzusetzen.


    Edit: Selbst wenn die Heilung schon während des castens gutgeschrieben würde, so würde sich die Gesamtheilung vermutlich (je nach dem, wie die Implementierung ist) linear mit der Zeit erhöhen, so dass du bei der Steigung wieder bei einer Konstanten ankommst. Die Formulierung bezieht sich mMn. auf einen einzelnen Cast. Für zuverlässige Aussagen muss dann entsprechend über n Casts iteriert werden.

  • Ich hab da noch eine inhaltliche Fragezur Heilung vom Schamanen. Auf Seite. 5 hast du hps als partielle Ableitung der Heilung über die Zeit definiert. Diese ist bei dir dann gleich der Durchschnittsheilung. Gilt das nicht nur dann, wenn du sehr linear am heilen bist?

    :) Dies ist leidiglich eine Motivation und deshalb nicht allzu sehr ausgearbeitet. Die HPS sind zunächst mal eine Art Grenze, welche Menge an Heilung dein Charakter mit deinem Gear und Buffs pro Zeit wirken kann und nicht der Wert an Heilung den du tatsächlich in einem Encounter heilst. Warum?

    Nunja wenn wir nur (und genug) Mp5 stacken würden, würden wir kein Mana mehr beim Heilen, die mana efficiency wäre quasi unendlich und wir hätten eine Lösung des Optimierungsproblems gefunden. Um solche trivialen Lösungen zu verhindern gibt es die HPS Nebenbedingungen. Zum Beispiel Encounter wie zum Beispiel Huhuran oder Ouro benötigen im Enrage bestimmte HPS Werte damit die Tanks und Range DDs überhaupt überleben können, diese benötigen HPS Werte sind die minimal HPS Nebenbedingungen. Hier musst du die 'möglichen' HPS mit den benötigten minimalen HPS vergleichen.


    In diesem Scenario wären HPS und minimal HPS lediglich positive reelle Zahlen. Man könnte hier weitergehen und sich überlegen, dass man zu bestimmten Momenten im Kampf unterschiedliche HPS fahren kann und fahren muss. Demnach könnte man dann die 'möglichen' HPS und minimalen HPS als Funktionen der Zeit auffassen und die ungleichung Punktweise auffassen. Tatsächlich würdest du dann über einen Funktionenraum minimieren.


    Ich finde es leider schade, dass der Guide in englisch geschrieben wurde. Hast du eventuell Pläne es in deutsch zu schreiben?


    Tut mir leid. :( Es gab viele Gründe dafür den in Englisch zu schreiben. Unter anderem weil es mir einfacher fällt. ^^ Ich werde ihn leider nicht übersetzen.

  • EIn Punkt ist nicht differenzierbar^^

    Tatsächlich hast du damit recht. Die gewirkte Heilung ist diskret, also wir produzieren nur zu einigen wenigen Zeitpunkten tatsächlich Heilung nicht permanent. Dadurch ist die klassische Ableitung nicht wohldefiniert. Man müsste hier eigentlich eine entsprechende diskrete Ableitung verwenden.

    Zum Beispiel: Man wählt eine gewünschte Umgebungsgröße (hier: 5 Sekunden). Zu jedem Zeitpunkt T (in Sekunden) eines Encounters kann mann dann das Zeitintervall [T-5,T+5] wählen. Die HPS zum Zeitpunkt T könnte man dann als Quotient aus der gesammten produzierte Heilung in diesem Zeitintervall und der Größe des Zeitintervalls wählen. Das wäre dann ein Beispiel einer diskreten Ableitung.


    So genau muss man sich über diese Passage allerdings nur Gedanken machen, wenn man das Problem Tastächlich mit dem Computer lösen möchte.^^


    Vielleicht sollte ich diese Passage lieber neu schreiben oder entfernen.

  • Schoener Guide.

    Ein paar Anmerkungen:

    Da ich davon ausgehe, dass du den Guide im Hinblick auf Blizzard-vanilla etwas mehr in Umlauf bringen willst, solltest du ueberdenken, ob nicht das ein oder andere zu serverspezifisch ist: so sprichst du von laengeren Fights mit entsprechenden Konsequenzen fuer Manamanagement etc. Schaut man sich logs von Servern, die nicht hochgetuned sind, an, sieht man, dass das eher ein untergeordneter Punkt ist. Hier waere auch ein Ansatz, etwas mehr in die Analyse zu gehen: mit kuerzerer Kampfdauer wird Manareg weniger wichtig, der anfaengliche Manapool umso mehr.

    Ein einfaches

    Zitat

    Increasing your maximum mana will neither increase your mana efficiency nor your hps,

    but just the durability. So we are not really interested in maximum mana. It is just nice

    to have.

    greift da zu kurz, gerade wenn man in Praesentation (TeX) doch eher analytisch daherkommt.


    Damit waeren wir auch beim zweiten Punkt: das ganze etwas zugaenglicher machen. Die Variablendefinitionen kann man auch in den Appendix verschieben,damit sich der Leser nicht erschlagen fuehlt. Etwas mehr Motivation, Beispiele fuer zu loesende Problemstellungen etc waeren hilfreich.

    Daraus wuerde sich zumindest plausibel herleiten lassen warum Manaeffizienz die Stellung haben soll, die du ihr einraeumst. (Ja, sie ist wichtig. Aber solche "selbstevidenten" Aussagen sollten schon zumindest hinterfragt werden). Zudem wird das in Kap2 skizzierte Optimierungsproblem nicht wirklich wieder aufgegriffen und durchdekliniert (was sind die variablen der funktionen etc), geschweige denn anschaulich an einem konkreten Beispiel demonstriert. Ich habe den Text bislang nur ueberflogen und werde ihn mir bei Gelegenheit genauer anschauen. Aber mein Eindruck ist, dass die Problemstellung aus Kap2 in ihrer Formulierung eher kontraproduktiv ist.



    Das mag jetzt kritischer gewesen sein als ich es beabsichtige. Ich mag deinen Ansatz und bin großer Anhaenger formal sauberer Analyse. Freue mich auf jeden Fall schon auf weitere Versionen.

  • EIn Punkt ist nicht differenzierbar^^

    Habe ich auch nicht behauptet. Man kann aber die Zeitdimension gedanklich diskretisieren und die Heilung eines einzelnen casts durch Integration über diese "Subheilungen" beschreiben (das wäre ein bisschen wie ein Kanilisierungszauber). Umgekehrt könnte man nach der Zeit numerisch differenzieren (wie von Hecke beschrieben) und würde so für einen linearen Verlauf für jeden Zeitpunkt innerhalb des Zeitintervalls der Castsdauer die selbe Steigung erhalten, welche entsprechend dem Differenzenquotienten für den gesamten Cast (also healing/casttime) gleich wäre.

  • Ich muss meinen Vorrednern beipflichten. Manareg ist bei uns auf dem Server zwar wichtig, aber zum einen sind die Kämpfe hier deutlich länger und/oder Heilungsintensiver. Ausserdem ist manareg eigendlich nur so lange sinvoll, wie du weniger Mana rausballerst als reinholst.

    Gehen wir von Magierbluelixier, Weisenfischsupreme sowie Trank und Runen auf CD aus, so haben wir 142 mp5 ohne Gear, Waffenöl oder unsere Totems.

    Das führt dazu das viele Schamanen mp5 als zu wichtig erachten. In wahrheit sind 20mp5 mehr oder weniger da nicht sonderlich entscheidend.

    Klar, im täglichen Farmraid ist das nett, das Maximum aus seinem Charakter rausholen tut man mit einer mp5 lastigen Ausrüstung aber nie.

    Da Chainheal auch noch unglaublich gut mit Addheal skalliert schiesst man sich damit ziemlich in den Fuss.


    Ausserdem vermisse ich die Erwähnung vom Agitotem für Tanks. 4% Ausweichchance für Umme macht Kämpfe wie Twins, Lashlayer, Flickwerk oder sonstige hard hitter sehr viel angenehmer.


    Bei den Skillungen bin ich ein Fan von 7 oder gar 17 Punkten im Verstärkerbaum. Besonders für leichteren Content. Aber da hat jeder etwas andere Vorlieben.


    Schliesslich, Abkürzungen sollten das lesen einfacher und schneller machen. Leider musste ich jedes mal wieder hochscrollen oder selber nachdenken wofür die Abkürzung war. Ich empfehle die weniger verwendeten schlicht Auszuschreiben.


    BiS listen & Bosskämpfe hab ich dann nur noch überflogen, scheint durchaus in Ordnung zu sein. Alles in allem netter Guide, kann man zum Nachschlagen benutzen.

  • Man müsste hier eigentlich eine entsprechende diskrete Ableitung verwenden.

    Zum Beispiel: Man wählt eine gewünschte Umgebungsgröße (hier: 5 Sekunden). Zu jedem Zeitpunkt T (in Sekunden) eines Encounters kann mann dann das Zeitintervall [T-5,T+5] wählen. Die HPS zum Zeitpunkt T könnte man dann als Quotient aus der gesammten produzierte Heilung in diesem Zeitintervall und der Größe des Zeitintervalls wählen. Das wäre dann ein Beispiel einer diskreten Ableitung.

    Was du da beschreibst ist eher so eine Art gleitender Mittelwert denn eine diskrete Ableitung.

    Umgekehrt könnte man nach der Zeit numerisch differenzieren (wie von Hecke beschrieben) und würde so für einen linearen Verlauf für jeden Zeitpunkt innerhalb des Zeitintervalls der Castsdauer die selbe Steigung erhalten, welche entsprechend dem Differenzenquotienten für den gesamten Cast (also healing/casttime) gleich wäre.

    Das war ja genau mein Einwand. Da war ich noch davon ausgegangen, dass ihr "Heilung(t)" quasi als stetige Funktion betrachtet (bevor ihr hier mit diskreten Ableitungen angefangen habt - ist ja auch nicht so abwegig bei den langen Kämpfen auf Nefarian^^). Und da gilt natürlich nur bei einer linearen Funktion, dass der Differenzenquotient bei jedem Zeitpunkt gleich der durchschnittlichen HPS ist. Da hatte ich mich halt gewundert, was ihr für Kämpfe so habt, dass ihr über den gesamten Kampfverlauf eine konstante Heilung habt.


    Ihr spielt halt sehr viel mit mathematischen Symbolen bei Dingen rum, die ihr auch deutlich einfacher ausdrücken könnt, z.b. die hier genannten "HPS". Nun habe ich genauso wie ihr anscheinend an der Uni zumindest mal im Bachelor ein paar Mathevorlesungen gehört und kann daher mit euch über partielle Ableitungen und so nen Kram diskutieren (auch wenn ich für ne tiefgreifende Diskussion mir meine Unterlagen wieder angucken müsste^^). Aber zum einen bezweifel ich, dass das für jeden Leser eures Guides gilt. Und zum andereen wirkt die Notation eben auf mich auch nicht immer zu 100% korrekt.

  • Huhu!


    Erst mal toll, dass du das alles zusammengetragen hast und den Guide hier der Allgemeinheit zur Verfügung stellst :) Da steckt viel Zeit drin.


    Ich hab ein paar Anmerkungen zu der Weight Rule:

    - Einmal ist mir aufgefallen, dass du für CH einen Zauberkoeffizient von 4/7 ansetzt, nach allem was mir bekannt ist (inklusive gerade extra nochmal getätigter Tests ingame ) müsste aber 5/7 korrekt sein. Du schreibst zwar, dass die t/3,5-Regel bei CH nicht greife, dafür habe ich aber bisher nirgendwo einen Hinweis gefunden. Dadurch würde die Proportion für CH1 nach meiner Überschlagsrechnung auf etwa 3 absinken.


    - Bei der weight-Berechnung auf Seite 35 nutzt du die Werte, die du initial für CH erläutert hast, inklusive T2-Bonus, rechnest aber mit einem BiS-Gear, das kein T2 enthält. Ist für die Aussage am Ende nicht groß wichtig, kann man aber drüber stolpern.


    Jetzt zum eigentlichen Punkt, den ich anmerken möchte:


    Bei der Herleitung deiner Weight Rule finde ich die Grundlage der Überlegung problematisch. Du ziehst zur Berechnung die "Standard"-Zauber des Schamis heran, CH1, HW4-6. Wenn man sich die Effizienz dieser Zauber ansieht, sieht man den Trend, dass die Effizienz steigt, je niedriger der Rang wird. Logisch, das ist ja der Sinn des Downrankens. Bedeutet aber, auf deine Formel bezogen: Je niedriger die Ränge, mit denen du die Rechnung durchführst, je günstiger also die Zauber sind, die du wirkst, und damit auch: je weniger Mana du im Kampf brauchst – desto stärker wird MP5 in deiner Berechnung.


    In der Spiel-Realität ist das aber ein Fall, in dem es in der Regel keine Manaprobleme gibt. Ein Schamane, der den ganzen Kampf über nichts anderes nutzt als HW5, braucht sich dank Stopcasting über sein Mana keinerlei Sorgen zu machen. Manaprobleme bekommen Heiler nur dann, wenn die "Basiszauber" nicht ausreichen und sie zu höheren Rängen greifen müssen, um den Raid / den Tank / wen auch immer am Leben zu halten. Dann sinkt die Manaeffizienz, der Manaverbrauch steigt an und irgendwann geht (potentiell) das Mana aus. Würdest du aber anhand höherer Ränge die Efficiency berechnen, läge der Wert sehr viel niedriger und MP5 wäre gerade in der Situation, wo es benötigt würde, weniger stark.


    Aus meiner Sicht sind für die MP5 vs. Addheal-Überlegung eher folgende Punkte relevant:

    1) Bei schlechtem Gear:

    Hier bestimmt die Menge an Addheal, wie weit man überhaupt downranken kann, also wie nah man an die "Standardränge" überhaupt schon kommt, ohne dass die geheilte Menge bedeutungslos wird. Hier bestimmt das Verhältnis aus gespartem Mana pro Cast und Verlust an Heilung pro Cast beim Downranken die Grenze, ab der x Addheal stärker sind als 1 MP5, variierend je nach Zauber und Rang. Ich meine mich zu erinnern, dass in meinen Berechnungen x meistens irgendwo um 3 lag.


    2) Wenn die Standard-Ränge nicht genug HPS liefern:

    Bei starkem Gear, wenn also die Standardränge schon so weit downgerankt sind, wie es sinnvoll möglich ist, kommt Manaregeneration nur dann eine Bedeutung zu, wenn ein Bosskampf Phasen hat, in denen er (meist temporär) ungewöhnlich hohe HPS-Werte verlangt. Dann kommt es darauf an, wie genau auf diese Phasen reagiert werden muss und wie lange für das Kompensieren der Schadensspitzen im Raid oder auf den Tank höhere Ränge oder sonst nicht genutzte, teure Zauber benötigt werden. Daraus ergibt sich, ab wann es sich lohnt, im Gear mehr auf MP5 zu setzen, um diese kurzen, aber teuren Phasen länger durchhalten zu können. Denn in diesen kurzen Phasen bringt Addheal tendenziell etwas weniger (je höher der Rang, desto geringer der Addheal-Anteil der gewirkten Heilung), MP5 aber etwas mehr (die ganze Kampfdauer kann genutzt werden, um einen "Puffer" für die kritische Phase aufzubauen oder zu erhalten).


    Die pauschale Berechnung, die du verwendest, würde ich nur unter dem Gesichtspunkt anwenden, dass jemand möglichst sparsam durch Raids kommen möchte. Das ergibt sich auch daraus, dass du bei maximalem Consumable-Einsatz nur grob ca. 20% des gesamten Mana, das du in einem Kampf verfügbar hast, über das MP5 auf deinem Gear bekommst. Den überwiegenden Teil deines Mana bekommst du aus anderen Quellen. Selbst wenn dein Gear kein einziges Pünktchen MP5 hätte, könntest du immer noch über 80% des Manas verfügen, das du normalerweise hast. Wenn jemand sparsamer raiden, schrumpfen aber natürlich diese 80% zusammen, und MP5 kann das zum Teil kompensieren. Wenn also jemand genug Addheal hat, um schon maximal downzuranken, aber trotzdem durch einen Kampf voll von "Standardzaubern" nicht ohne Manaprobleme durchkommt, kann deine Berechnung ihm zeigen, wie er sein Gear optimieren kann. Aber nur solange, bis auch er die Basis-Ränge jederzeit aufrechterhalten kann.


    Was aus der Berechnung implizit hervorgeht, explizit aber glaube ich nicht klar hervorgehoben wird: Das Gear hat starke Auswirkungen auf das Ergebnis dieser Berechnung. Rechnet man mit grob halbiertem Addheal-Wert, was dann so in etwa BWL-Niveau entspricht und ein Bereich ist, der für viele noch etwas unsichere Schamanen relevant ist, sinkt der Proportion-Wert deiner Beispielränge von 3-5 auf 2-3. Als "Standard" würde ich daher die Formel mit einer 3 angeben, da kaum ein Schami über das Gear verfügen kann, was du zur Berechnung herangezogen hast.


    Unterm Strich fährt man mit der Gewichtungs-Formel, die du vorschlägst, natürlich nicht verkehrt. Gerade für Spieler, die eine einfache Lösung für ihre Gear-Überlegungen wünschen, und nicht bei jedem Boss rumbasteln, hat sich das ja auch in der Praxis bewährt, zumal der Spielraum durch die Items, die existieren, und an die man herankommen kann, ohnehin sehr beschränkt ist und nur selten echte Entweder-Oder-Situationen entstehen. Ich würde dabei aber den Eindruck vermeiden, dass das auf belastbaren mathematischen Berechnungen fußt, oder zumindest auf die vielen Grenzen dieser Überlegung hinweisen.

  • Was du da beschreibst ist eher so eine Art gleitender Mittelwert denn eine diskrete Ableitung.

    Das war ja genau mein Einwand. Da war ich noch davon ausgegangen, dass ihr "Heilung(t)" quasi als stetige Funktion betrachtet (bevor ihr hier mit diskreten Ableitungen angefangen habt - ist ja auch nicht so abwegig bei den langen Kämpfen auf Nefarian^^). Und da gilt natürlich nur bei einer linearen Funktion, dass der Differenzenquotient bei jedem Zeitpunkt gleich der durchschnittlichen HPS ist. Da hatte ich mich halt gewundert, was ihr für Kämpfe so habt, dass ihr über den gesamten Kampfverlauf eine konstante Heilung habt.


    Ihr spielt halt sehr viel mit mathematischen Symbolen bei Dingen rum, die ihr auch deutlich einfacher ausdrücken könnt, z.b. die hier genannten "HPS". Nun habe ich genauso wie ihr anscheinend an der Uni zumindest mal im Bachelor ein paar Mathevorlesungen gehört und kann daher mit euch über partielle Ableitungen und so nen Kram diskutieren (auch wenn ich für ne tiefgreifende Diskussion mir meine Unterlagen wieder angucken müsste^^). Aber zum einen bezweifel ich, dass das für jeden Leser eures Guides gilt. Und zum andereen wirkt die Notation eben auf mich auch nicht immer zu 100% korrekt.

    Es geht um den (hypothetischen) linearen Heilverlauf eines einzelnen Spells bei Unterteilung in einzelne (diskrete) Subheilungen, nicht um die Gesamtheilung während eines gesamten Bossfights.

  • Wenn ihr nur eine einzelne Heilung betrachtet ist diese eine Zufallsvariable. Alleine deswegen könnt ihr da nicht einfach irgendetwas diskretieren. Eure HPS ist auch eigentlich daher nix anderes als, was auch intuitiv jedem, der mal 2 Minuten WoW gespielt hat klar ist:


    HPS=E[healing]/time


    Aber ihr könnt natürlich auch da hypothetische diskrete Punkte unterstellen um euch eine diskrete Funktion über eine einzelne Heilung zu definieren und dann für die wenigen inneren Punkte, die euch noch bleiben eine diskrete Ableitung bilden und dabei die Notation einer normalen partiellen Ableitung verwenden.

  • Wenn ihr nur eine einzelne Heilung betrachtet ist diese eine Zufallsvariable. Alleine deswegen könnt ihr da nicht einfach irgendetwas diskretieren. Eure HPS ist auch eigentlich daher nix anderes als, was auch intuitiv jedem, der mal 2 Minuten WoW gespielt hat klar ist:


    HPS=E[healing]/time


    Aber ihr könnt natürlich auch da hypothetische diskrete Punkte unterstellen um euch eine diskrete Funktion über eine einzelne Heilung zu definieren und dann für die wenigen inneren Punkte, die euch noch bleiben eine diskrete Ableitung bilden und dabei die Notation einer normalen partiellen Ableitung verwenden.

    Wieso redest du die ganze Zeit von "ihr"? Klar kann man, wenn man will die Zeitachse diskretisieren. Du kannst doch entlang der Zeitachse 1000 grid points im Intervall [0,t'] setzen, dann entfällt auf jeden Punkt die Heilung X/1000, wobei X die gesamte Heilung des casts mit der Dauer t' ist. Das Vorgehen ist für alle X möglich, wo ist das Problem?


    Alternativ kann man halt die HPS von vornerein als Differenzenquotienten (wie du es hier tust) statt als Differentialquotienten definieren.